Top Sehenswürdigkeiten in Seoul – Tipps zum Sightseeing

Seoul ist die Hauptstadt Südkoreas und zählt mit knapp 10 Mio. Einwohnern zu den größten Städten der Welt. Viele Koreaner aus dem ganzen Land zieht es nach Seoul: Die prestigeträchtigsten Universitäten des Landes befinden sich in Seoul und auch große koreanische Unternehmen wie Samsung haben ihren Unternehmenssitz in der Hauptstadt. Für Touristen bietet die Stadt viel: Den Flair einer dynamischen Großstadt, Museen, viele Restaurants, Nachtleben, hilfsbereite und nette Menschen und auch sehr viel Natur. Dennoch ist die Stadt vielen als Reiseort noch unbekannt. Wer eine Reise nach Korea und etwas Sightseeing in Seoul plant, sollte sich unsere Tipps zu den Top Sehenswürdigkeiten in Seoul nicht entgehen lassen. In unserem kleinen Seoul Reiseführer findet ihr bekannte Sehenswürdigkeiten und andere interessante Orte.

Wer nicht so weit scrollen möchte, kann hier direkt zu den interessanten Orten von Seoul springen:

Gyeongbokgung Palast

Ein Gebäude im Park des Gyeongbokgung Palastes in Seoul- eine der bekannteseten Sehenswürdigkeiten Seouls
Ein Gebäude im Park des Gyeongbokgung Palastes in Seoul- eine der bekannteseten Sehenswürdigkeiten Seouls

Der Gyeongbokgung Palast ist der größte und vermutlich auch bekannteste Palast Seouls. Der Palast wurde ursprünglich im Jahr 1395 erbaut und Ende des 19. Jhd. restauriert, nachdem er während der japanischen Invasion in den Jahren 1592-1598 zerstört wurde. Heute ist der Gyeongbokgung Palast eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Seouls.

Der Gyeongbokgung verfügt auch über eine Art Parkanlage, in welcher sich kleinere Häuser, ein kleiner See und Tempel befinden. Insgesamt sollte man für den Besuch des Gyeongbokgung Palastes knapp 1-2 Stunden einplanen. Der Eintritt ist mit 3.000 Won (das entspricht weniger als 3 Euro) nicht zu teuer. Der Palast ist sehr zentral und unweit des bekannten Viertel Insadong gelegen. Auch das „Blaue Haus“ (der Amtsitz des südkoreanischen Präsidenten) ist vom Gyeongbokgung Palast aus zu Fuß erreichbar. Am Wochenende sieht man in der Nähe des Gyeongbokgung Palastes viele Koreaner in traditioneller Kleidung („Hanbok“), die sich vor der Kulisse und in der näheren Umgebung fotografieren lassen. Wer auch einmal einen Hanbok tragen möchte, kann sich diesen in verschiedenen Shops in der Nähe des Palastes für einige Stunden ausleihen.

Anfahrt: Mit der U-Bahn Linie 3 Ausstieg bei Gyeongbokgung Station, Ausgang Nr. 5 oder Anguk Station Ausgang 1. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit den Linien 1 oder 1 bis zur Station „City Hall“ zu fahren und von dort aus etwa 20 Minuten zu Fuß bis zu dem Palast zu gehen – auf diesem Weg kommt man u.a. an der Statue des Königs Sejong vorbei (Erfinder des koreanischen Alphabets Sejong).

Der Hangang (Han-Fluß)

Der Hangang (Han-Fluß) ist mit etwa 325,5 Kilometern der zweitlängste Fluss Südkoreas und teilt Seoul in Nord- und Süd. Der Han-Fluß ist imposant, da er extrem breit ist. Innerhalb der Grenzen von Seoul ist der Han etwa 1 Kilometer breit. Zum Vergleich: Der Rhein misst in Köln und Düsseldorf in der Breite nur etwa die Hälfte. Viele Koreaner nutzen den Han-River für Spaziergänge, Fahrradtouren oder zum Picknicken. Besonders beliebt ist es, mit Freunden am Flußufer „Chimac“ (koreanisches Hähnchen und Bier) zu konsumieren. Ein entspanntes Picknick und ein Spaziergang sind auch Touristen zu empfehlen. Außerdem ist es an einigen Stellen möglich, sich ein Fahrrad auszuleihen und eine Fahrradtour entlang des Han-Rivers zu machen.

Tipp für ein Picknick am Han-Fluß und einen Spaziergang am Han-Fluß: Yeoidu Park – ein kleiner Park am Han-River. Erreichbar mit der U-Bahn Linie 5, Yeouinaru Station, Ausgang 2 oder 3. Das Ufer des Han ist sehr sauber, obwohl es, wie im restlichen Seoul, kaum Mülltonnen gibt. Daher sollte man immer daran denken, den Müll vom Picknick wieder mitzunehmen.

Nami Island

Promenade auf Nami Island bei Seoul
Promenade auf Nami Island bei Seoul

Genug vom Großstadttrubeln in Seoul? Dann ab nach Nami Island! Auf der Insel gibt es keine Autos, aber viel Natur. Nami Island (Namiseom Island) ist eine kleine Inseln im Han-River und etwa 60 Kilometer nordöstlich von Seoul gelegen. Viel Einwohner Seouls reisen Sonntags oder an Feiertagen nach Nami Island, um etwas Abwechslung vom Stadtleben zu finden. Die Insel ist aufgrund der Baumpromenaden bekannt, die besonders im Herbst sehr schön sind. Desweiteren finden sich auf der Insel kleinere Attraktionen wie Plätze mit traditionell koreanischen Spielen sowie verschiedene Restaurants. Namiseom Island eignet sich gut zum Spazierengehen. Außerdem ist es möglich, sich ein Fahrrad auszuleihen und die Insel auf zwei Rädern zu erkunden. Für die Insel sollte man etwa 3-4 Stunden einplanen.

Von Seoul nach Nami Island: Nami Island ist mehr oder weniger an das U-Bahn-Netz von Seoul angebunden. Von Seoul nach Namiseom gelangt ihr mit der Gyeongchung Line. Die Gyeongchung Line fährt z.B. über die Bahnhöfe Hongik University oder Hoegi Station. Je nach Einstiegsstation dauert die Fahrt mit der U-Bahn von Seoul nach Nami Island ca. 1,5 – 2 Stunden. Die Gyeongchung Line kann man auch mit der T-Card benutzen, also dem gewöhnlichen Zahlungsmittel für die U-Bahn in Seoul. Die Ausstiegshaltestelle heißt „Gapyeong“.

Um von der Station Gapyeong nach Nami Island zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Zu Fuß (etwa 20 Minuten, leicht aufwärts, immer der Masse nach 😉 ) oder man fährt etwa 5 Minuten mit dem Taxi. Unter der Woche besuchen nur wenige Koreaner Nami Island, weshalb es mit dem „immer der Masse“ nach etwas schwierig werden könnte und man daher im Zweifelsfall das Taxi in Anspruch nehmen sollte. Der Eintritt für Nami Island kostet 13.000 Won pro Person („Nami Island Visum“). Auf die Insel selbst gelangt man mit einer Fähre, welche in den Eintrittspreis mit inbegriffen ist.

K-Style Hub

K-Style Hub - eine neue Sehenswürdigkeit Seouls
Interaktive Fotoleinwand für Fotos mit K-Pop Idols im K-Style Hub – ein neuer Hotspot Seouls

Das K-Style Hub in Seoul wurde 2016 eröffnet und ist mehr als nur ein Touristeninformationszentrum. In dem fünfstöckigen Gebäude habt ihr die Möglichkeit, die koreanische Kultur, K-Pop, K-Food und vieles mehr auf interaktive Art und Weise kennenzulernen. In Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang gab es u.a. die Möglichkeit, mit einer Virtual Reality-Brille Wintersportarten zu erfahren. In einer Art Fotostudio kann man auf einer Art Bildschirm Fotos mit bekannten K-Pop Idols wie Psy oder 2NE1 machen. Außerdem gibt es einen Ausstellungsraum über Kultur und Kulinarisches. Im zweiten Stockwerk befindet sich das Touristeninformationszentrum der Korean Tourism Organization. Hier kann man Fragen zu Themen wie Reiseplänen, Sehenswürdigkeiten in Seoul oder im übrigen Südkorea und allen weiteren Themen stellen. Die Mitarbeiter hier reden Englisch und sind sehr hilfsbereit. Außerdem gibt es einen Bereich in dem über das medizinische Angebot Koreas beraten wird. Für das K-Style Hub kann man etwa 1-1,5 Stunden einplanen.

Das Beste ist, dass das K-Style Hub zentral gelegen und völlig kostenlos ist. Zum K-Style Hub kommt ihr entweder mit der U-Bahn Linie 1 – Ausstieg bei Jonggak Station, Ausgang Nr. 5 oder der Linie 2, Ausstieg bei Euljiro 1(il)-ga Station, Ausgang Nr. 2.

Hongdae – das Ausgehviertel

Das Augehviertel Hongdae in Seoul bei Nacht
Hongdae – das bekannte Ausgehviertel Seouls – bei Nacht

Hongdae ist ein Stadtteil in Seoul und das vermutlich bekannteste Ausgehviertel der Stadt. Am Abend flanieren in den Straßen von Hongdae viele junge Leute, die Restaurants, Cafés, Karaokebars oder Partys aufsuchen. Außerdem musizieren in Hongdae auch viele Straßenmusiker. In Hongdae wird es nie langweilig! In diesem Stadtteil befinden sich auch viele Hostels (Guesthouses).

Wer einmal eine koreanische Universität sehen möchte, kann sich die Hongik University ansehen. Auf dem Campus gibt es u.a. ein frei zugängliches Café, in dem man einen kurzen Zwischenstopp einlegen und auch ganz gut mit koreanischen Studenten ins Gespräch kommen kann.

Nach Hongdae kommt ihr am besten mit der U-Bahn-Linie 2, die Ausstiegsstation heißt „Hongik Station“.

Bukchon Hanok Dorf

Ein typisches Hanok Haus im Buckchon Hanok Village
Ein typisches Hanok Haus im Buckchon Hanok Village

Das Bukchon Hanok Village ist ein kleineres Dorf in Seoul, das für die typisch traditionellen koreanischen Häuser („Hanok“) bekannt ist. Während das übrige Stadtbild Seouls in weiten Teilen durch moderne Gebäude und Wolkenkratzer geprägt ist, gibt das Bukchon Hanok Village durch hunderte von alten Häusern einen Einblick in das historische Korea – das Dorf ist daher ein besonders interessanter Ort in Seoul.

Beim Eingang des Dorfes gibt es ein Informationsbüro, in welchem man auch eine Orientierungskarte erhält. Der Eintritt ist kostenfrei. Im Bukchon Hanok Dorf gibt es einige Shops, in denen es die Möglichkeit gibt, sich für wenige Stunden eines der traditionellen koreanischen Kostüme („Hanbok“) auszuleihen. Viele Touristen und auch Einheimische erkunden das Dorf in einem Hanbok und lassen sich in den Hanboks vor den alten Häusern fotografieren. In unmittelbarer Nähe des Bukchon Hanok Dorfes gibt es außerdem verschiedene Restaurants und Cafés.

Anfahrt zum Bukchon Hanok Village: Das Dorf ist relativ zentral gelegen und mit der U-Bahn Linie 3, Ausstiegshaltestelle Anguk Station (Ausgang Nr. 1 oder 2) erreichbar. Von der Anguk Station aus geht man etwa 300 Meter zu Fuß, bis man den Eingangsbereich des Buckhon Hanok Dorfes bzw. das Informationsbüro erreicht.

Olympiapark in Seoul

Eingangstor des Olympiaparks in Seoul
Eingangstor des Olympiaparks in Seoul. Hier fanden die Olympischen Sommerspiele 1988 statt.

Im Jahr 1988 fanden die Olympischen Sommerspiele zum ersten Mal in Südkorea statt. Die Sommerspiele in Seoul wurden während der Zeit des koreanischen Wirtschaftswunders durchgeführt und folglich wurde viel Geld in die Infrastruktur investiert. Neben einem Olympiastadion wurde auch der Olympiapark in Seoul errichtet, in dem viele Sportstätten Platz fanden.

Heute ist der Seoul Olympiapark ein ruhiger Park für Freizeitaktivitäten. In dem Park finden sich viele Blumenfelder, Sportgeräte (vergleichbar mit einem Fitnessstudio im Freien) und Wege zum Spazierengehen. Viele Einwohner Seouls nutzen den Park zum Picknicken. Außerdem finden im Olympiapark gelegentlich auch Veranstaltungen und Konzerte statt. Außerdem befindet sich im Eingangs- bzw. Ausgangsbereich (je nachdem, wo man die Route startet) das olympische Tor, um welches herum verschiedene Flaggen gehisst sind und das an die Olympischen Sommerspiele 1988 erinnert. Der Olympiapark in Seoul ist wesentlich größer als etwa der Olympiapark in München, außerdem ist hier noch viel mehr Natur zu finden, der Park ist auch etwas hügelig. Insgesamt sollte man für einen Besuch ca. 2-3 Stunden einplanen, je nachdem, ob man z.B. noch ein Picknick macht.

Anfahrt zum Olympiapark Seoul: Am besten fährt man mit der U-Bahn Linie 5 zur Station „Olympic Park Station“ und nimmt den Ausgang Nr. 3. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es auch noch einige Cafés und Convenience Stores, falls man sich etwas zum Picknicken kaufen möchte. Wenn man den Eingang bei der „Olympic Park Station“ nimmt, empfiehlt es sich so zu gehen, dass man bei dem Olympischen Tor herauskommt. In der Nähe des Olympischen Tor befindet sich die Station Mongchontoseong Station (U-Bahn Linie 8).

Seodaemun Prison Museum

Das Seodaemun Gefängnis wurde im Jahr 1908 während der japanischen Besetzung errichtet. In dem Gefängnis wurden koreanische Widerstandskämpfer gefangen gehalten und gefoltert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gefängnis bis zum Jahr 1987 von der koreanischen Regierung weitergenutzt.

Das Seodaemun Gefängnis ist heute ein Museum. Unter anderem kann man in dem Gefängnis die Zellen der Gefangenen sowie die Folter- und Exekutionsräume sehen. Die Folterungen werden in Form von Wachsfiguren dargestellt. Darüber hinaus gibt es viele Schrifttafeln (auch in Englisch) und Videos, die die Hintergründe dieser Zeit und die Geschichte des Gefängnis erklären. Das Seodaemun Prison Museum bietet somit die Möglichkeit, diesen Teil der koreanischen Geschichte besser zu verstehen. Aufgrund der Darstellungen ist das Museum für kleinere Kinder eher nicht geeignet. Das Museum ist ganzjährig (bis auf Montags sowie an den wichtigen koreanischen Feiertagen Chuseok sowie Seollal) geöffnet, der Eintritt kostet für Erwachsene 3.000 Won. Für die Besichtigung sollte man etwa 1,5-2 Stunden einplanen. Wichtig: Das Museum ist auch eine Art Gedenkstätte, weshalb man sich hier sehr ruhig und respektvoll verhalten sollte.

Anfahrt zum Seodaemun Gefängnis: Dongnimmun Station (U-Bahn Linie 3), Ausgang Nr. 5.

War Memorial Museum in Seoul

Statuen beim Korean War Memorial Museum in Seoul
Statuen beim Korean War Memorial Museum in Seoul

Das War Memorial Museum ist ein Museum, das den Koreakrieg (1950-1953) behandelt. In dem Museum wird die Geschichte des Koreakonflikts von den Anfängen bis zur heutigen Zeit in Form von Bildtafeln, Videos und der Ausstellung von Kriegsmaterial (z.B. Panzer) dargestellt. Außerdem – vielleicht etwas ungewöhnlich – verfügt das Museum über ein 4D-Kino. In dem 4D-Film wird eine Schlacht während des Koreakriegs nachgestellt.

Wenn man dem empfohlenen Weg folgt, sind die Informationen chronologisch angeordnet, so dass man die Geschichte des Koreakonflikts sehr gut nachvollziehen kann. Im Außenbereich befinden sich weitere Kriegsgeräte sowie Gedenktafeln. Insgesamt kann man durch das Museum den Verlauf des Koreakonfliktes sehr gut nachvollziehen und erfährt auch, welchen Nationen in den Krieg auf welche Art und Weise involviert waren.

Anfahrt zum War Memorial Museum: U-Bahn Linie 1, Ausstieg bei Namyeong Station Ausgang Nr.1 oder über die U-Bahn Linie 6, Ausstieg bei Samgakji Station, Ausgang 1,11 oder 12.

Lotte World Mall – eine neue Top Sehenswürdigkeit in Seoul zum Shoppen

Die Lotte World Mall wurde 2016 eröffnet und ist das wohl modernste und größte Einkaufszentrum Seouls. An den Komplex angeschlossen sind auch Konzertsäle, ein Kino sowie ein Aquarium. Die Mall ist sehr weiträumig und besticht durch eine beeindruckende Architektur in die Höhe. Gerade an kühleren Wintertagen zum Aufwärmen oder an heißen Sommertagen im Juli/August zum Abkühlen, ist die Mall eine tolle Indoor Sehenswürdigkeit in Seoul.

In dem Einkaufszentrum gibt es viele Luxusmarken aber auch Stores von erschwinglichen Brands. In der Lotte World Mall findet man über sechs Stockwerke verteilt Kleidung, K-Kosmetik, Cafés, Restaurants uvm. Auch das Hard Rock Cafe Seoul befindet sich in dem Gebäudekomplex, wer eine Hard Rock Souvenir aus Seoul möchte, wird hier im 6. Stock fündig. Außerdem gibt es in der Lotte World Mall in Seoul auch einen kleineren Merchandise Store von der beliebten koreanischen Messenger App KakaoTalk. In der 5. und 6. Etage gibt es viele verschiedene koreanische Restaurants und Franchise-Restaurants, sodass man hier auch kulinarisch auf seine Kosten kommt.

Eine nicht zu vergessende Sehenswürdigkeit eines jeden Koreabesuchs: Wer einmal eine typisch japanisch/koreanische Toilette mit Sitzheizung und Dusche ausprobieren möchte, kann dies auch in den modernen Waschräumen der Mall tun ;).

Anfahrt zur Lotte World Mall: Mit der U-Bahn-Linie 2 oder 5 bis zur Station „Jamsil Station“ fahren. Hier einen der Ausgänge 1 oder 11 nehmen, um in die Lotte World Mall zu gelangen.

Insadong

Bekanntes Gebäude in Insadong mit vielen Teeshops
Bekanntes Gebäude in Insadong mit vielen Teeshops

Insadong ist ein Stadtteil im Herzen Seouls, der sich unweit des Gyeongbokgung Palastes befindet. Besonders bekannt ist Insadong für seine Teenhäuser – wer also auf der Suche nach einem warmen Souvenir ist, wird hier fündig. Außerdem gibt es in Insadong natürlich auch eine Vielzahl an Restaurants, Street Food und Cafés. Ein Besuch in Insadong darf daher bei keiner Seoul-Reise fehlen. Besonders beliebt ist das Viertel auch bei jungen koreanischen Pärchen, die sich hier auf ein Date treffen.

Anfahrt: U-Bahn Linie 3 Anguk Station Ausgang Nr.6 oder U-Bahn Linie 1 Jonggak Station, Ausgang Nr. 3.

Bukhansan National Park

Das tolle an Seoul ist, dass die Stadt nicht nur asiatischen Großstadtflair bietet, sondern auch Natur. Der Bukhansan National Park befindet sich in unmittelbarer Stadtnähe. Bukhansan bedeutet „großer Berg im Norden“, denn es geht tatsächlich steil hinauf. Man geht nicht geradeaus, sondern steigt einen Berg hinauf.

Vorsicht: Der Aufstieg ist stellenweise auch für sportliche Personen wirklich sehr anstrengend. Falls ihr einen Trip zum Bukhansan plant, nehmt genug zum Trinken und am besten auch ein Handtuch mit. Auch ein festes Schuhwerk ist Pflicht. Man sollte den Berg an zu heißen Tagen meiden. Der komplette Aufstieg würde einige Stunden dauern, daher geht man meistens nicht bis ganz nach oben. Geht nicht zu spät los, da es verboten ist, in der Nacht in dem Gebiet zu sein. Achtet darauf, wann die Sonne untergeht und kehrt rechtzeitig um. In manchen Monaten ist der Bukhansan aufgrund von Waldbrandgefahr oder schlechter Witterung gesperrt. Informiert euch am besten vorher über die Öffnungszeiten während eures Besuchs. Am besten besucht man den Park mit einem Koreaner, auch da die Anreise mit dem Bus nicht ganz so einfach ist.

Dongdaemun und Seoul City Wall (Seoul Stadtmauer)

Blick von der Stadtmauer Seouls auf die Stadt
Blick von der Seoul City Wall auf die Stadt

Dongdaemun ist ein weiterer Stadtteil Seouls und besonders aufgrund des gleichnamigen Stadttors eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Seouls. Das Dongdaemun Stadtor zählt zu den Nationalschätzen Südkoreas. In unmittelbarer Nähe des Dongdaemuns befindet sich auch die Stadtmauer Seouls. Die Stadtmauer Seouls ist etwas weiter oben auf einem Hügel gelegen und man kann an ihr entlang einen schönen Spaziergang in Richtung des Naksan Parkes machen, bei dem Weg dorthin kommt man an vielen interessanten Orten und auch an einem kleinen Mini-Dorf vorbei.

Dongdaemun ist darüber hinaus für den Dongdaemun Markt bekannt. Auf diesem findet man verschiedene Lebensmittel, Kleidung und andere Produkte. Außerdem befindet sich in der Nähe des Marktes ein weiteres Einkaufszentrum.

Anfahrt: Dongdaemun Station, U-Bahn Linie 1 oder 4.

Ewha Women University

Campus und Hauptgebäude der Ewha Women University
Hauptgebäude der Ewha Women University

Auch die vielen Universitäten sind typische Seoul-Sehenswürdigkeiten (insgesamt gibt es in Seoul knapp 40 Universitäten) und können Teil eines Seoul Sightsseings sein! Die Ewha Women University ist die vermutlich bekannteste Frauen-Universität Südkoreas. Auch wenn man kein Studium an der Ewha Women University plant, lohnt sich ein Besuch der Universität. Der Campus und das Hauptgebäude haben eine außergewöhnliche Architektur und sind besonders für mitteleuropäische Maßstäbe sehr groß.

Wer ein wenig koreanische Campusluft schnuppern möchte, kann eine Runde im Gebäude der Ewha University drehen und in einem der Cafés einen trendigen Cafe oder Tee trinken. Darüber hinaus verfügt der Campus der Ewha Women University auch noch über einen kleinen Garten. In dem Universitätsgebäude befinden sich außerdem ein Buchgeschäft und ein Kino. In der Umgebung des Campus gibt es darüber hinaus viele trendige Restaurants und Modegeschäfte, die moderne koreanische Kleidung zu studentenfreundlichen Preisen verkaufen.

Anfahrt: U-Bahn Linie 2 „Ewha University Station“, Ausgang 2 oder 3. Von dort aus noch ca. 5 Minuten zu Fuß gehen.

Nam San Tower – eine besonders tolle Sehenswürdigkeit in Seoul bei Nacht

Der Nam San Tower ist ein Fernseherturm und knapp 236 Meter hoch. Der Turm steht auf einem etwa 243-Meter hohen Namsan-Berg, so dass man vom Nam San Tower aus einen guten Blick über Seoul hat. Viele Koreaner besuchen den Nam San Tower bei Sonnenuntergang und genießen dann den Blick über Seoul bei Nacht – der Nam San Tower ist daher besonders als Sehenswürdigkeit bei Nacht zu empfehlen. Der einzige Wehrmutstropfen: Auf dem Turm gibt es keinen Bereich im Freien, die Besucheretagen sind allesamt verglast – dennoch gehört der Besuch des Nam San Towers zu jedem Seoul-Besuch dazu. Der Eintritt für kostet für Erwachsene 10.000 Won.

Anfahrt zum Nam San Tower: Prinzipiell gibt es die Möglichkeit, entweder mit dem Bus zu fahren und dann ein Stück zu Fuß zu gehen oder eine Seilbahn zu nehmen.

Anfahrt mit dem Bus: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Ich bin mit der U-Bahn bis zur Myeong-dong Station gefahren, habe de Ausgang Nr. 3 genommen und bin dann mit dem Bus Nr. 5 gefahren.

Zu der Seilbahn zum Nam San Tower kann ich leider nichts Genaueres sagen, aber auch hier geht man von der Myeong-dong Station los (Ausgang Nr. 3) und dann etwa 15 bis um Eingangsbereich der Seilbahn.

Hongik University

Die Hongik University ist eine weitere bekannte Universität Seouls und besonders aufgrund ihres markanten Hauptgebäudes bekannt. Die Hongik University befindet sich im Stadteil Hongdae – dem Hauptausgehviertel Seouls. Hier trifft man also besonders viele junge Leute. Die Universität ist besonders für den Bereich Rechtswissenschaften und Fremdsprachen bekannt. Der Campus verfügt u.a. über ein Stadion und lädt mit frei zugänglichen Cafés zum verweilen ein – auch bei der Hongik University kann man also als Besucher ein bisschen koreanische Campusluft schnuppern.

Anfahrt: Die Hongik University ist über die gleichnamige U-Bahn Station erreichbar (Linie 2)

Gangnam – spätestens seit dem Hit von Psy eine Sehenswürdigkeit Seouls

Der Stadtteil Gangnam ist spätestens seit dem Hit von Psy aus dem Jahr 2012 jedem Bekannt. Gangam bedeutet so viel wie „südliches des Flusses“, der Stadtteil befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite von Vierteln wie Hongdae oder Dongdaemeun. Gangnam hat im Vergleich zu den andren Stadtteilen besonders viele Hochhäuser.

In den Straßen Gangnam finden sich viele Fashion-Stores, Cafés und auch die zahlreichen Kliniken für Schönheitsoperationen sind nicht zu übersehen. Der koreanische Schönheitswahn und die weite Verbreitung der Schönheitsoperationen in Südkorea wird in Gangnam besonders deutlich. Soweit ich mich erinnere, befindet sich gleich beim Ausgang aus der Gangnam Station (U-Bahn Linie 2) ein Touristeninformationszentrum, dass einem bei Fragen zu Gangnam oder zu anderen Sehenswürdigkeiten in Seoul oder in Südkorea und bei weiteren Fragen, die während einer Korea Reise auftreten können, weiterhilft (z.B. bei Fragen zu Zug- oder Busverbindungen).

KakaoTalk Flaghip Store in Gangnam – Für alle Fans von Muzi & Friends

KakaoTalk Store in Gangnam
KakaoTalk Store in Gangnam – hier giebt es unzählige Merchandise artikel der in Korea populären Smartphone-App sowie ein Café

Der KakaoTalk Flaghip Store in Gangnam ist eine der neuesten Hotspots in Seoul. Wer KakaoTalk noch nicht kennt: KakaoTalk ist die mit Abstand beliebteste und am meisten genutzte Messenger-App Südkoreas. Besonders bekannt ist KakaoTalk für die eigens kreierten Emojis: Die Kakao FriendsMuzi and Friends“. In der App kann man Sticker der Kakao Friends im Chat an Freunde schicken. Mittlerweile gibt es weitere Applikationen wie Kakao Music, Kakao Bank uvm. Da sich die App und die Kakao Talk Emojis in Südkorea so großer Beliebtheit erfreuen, haben in ganz Korea mehrere Kakao Stores eröffnet. Der Flaghip Store befindet sich im Stadteil Gangnam von Seoul uns ist zu einem wirklichen Besuchermagneten geworden!

In dem Kakao Flagship Store in Gangnam findet man sämtliches Merchandise der Kakao Friends (z.B. Tassen, Hefte, Stifte, Kulturbeutel, Geldbörse uvm.). Im obersten Stockwerk befindet sich das „Ryan Cafe“ – benannt nach einem der KakaoTalk Emojis. Die Merchandise Artikel eignen sich hervorragend als Geschenk für Freunde in der Heimat oder als Geschenk an koreanische Freunde. Weitere kleinere Kakao Stores findet man in Einkaufszentren, wie beispielsweise in der Lotte World Mall. Wer bereits KakaoTalk nutzt, für den ist ein Besuch in einem der Kakao Stores in Südkorea ein absolutes Highlight.

Anfahrt: Eine Übersicht über alle Kakao Stores mit Adresse findet Ihr auf der internationalen Website von KakaoTalk.

Myeong-Dong

Myeongdong ist ein weiterer Stadtteil von Seoul und besonders bekannt für seine vielen Geschäfte und Straßenmärkte. Myeongdong ist eines der vielen Zentren der koreanischen Hauptstadt, an dem man bei einem Seoul Besuch nicht vorbeikommt. Besonders beliebt ist Myeongdong bei Touristen aus China, die dort gerne koreanische Kosmetikprodukte kaufen. Außerdem befinden sich in Myeongdong verschiedene Einkaufszentren wie ein Lotte Department Store und ein Shinsegae Department Store.

Wer mit KakaoTalk noch nicht vertraut ist, dafür aber z.B. die in Japan sehr verbreiteten Messenger App Line nutzt, findet in Myeong-Dong als Pendant zum Kakao Store übrigens einen Line Store ;).

Cheonggyecheon – ein weiterer Fluß in Seoul

Der Fluß Cheonggyecheon im Zentrum Seouls bei Nacht
Der Fluß Cheonggyecheon – besonders schön bei Nacht

Der Cheonggyecheon ist ein kleiner Fluß, der durch Seoul fließt. Der Strom war lange Zeit an vielen Stellen ausgetrocknet und floss nur im Untergrund, bis die Stadt sich dazu entschied, den Cheonggyecheon wieder frei zu legen. Der Fluß fließt heute wieder durch verschiedene Stadtteile wie Insadong und ermöglicht es Seoul-Besuchern, viele interessante Orte und Sehenswürdigkeiten Seouls durch einen Spaziergang entlang des „Ufers“ zu entdecken. Der Cheonggyecheon ist besonders bei Nacht durch die aufgebauten Lichter ein echtes Highlight und eine besonders schöne Sehenswürdigkeit in Seoul, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Anfahrt: Da der Cheonggyecheon durch verschiedene Stadteile fließt, ist er auch an mehreren Stellen zugänglich. Ich würde empfehlen über die Station Gwanghwamun Station (Linie 5) zu dem Cheonggyecheon zu gelangen. Von dort aus kann man dann auch zu Fuß zum Gyeongbokgung Palast gehen.

Fazit zu den Sehenswürdigkeiten und interessanten Orten in Seoul

In Seoul wird es nie langweilig und man sollte für ein Seoul Sightseeing mindestens 4-5 Tage einplanen. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten und anderen interessanten Orten in Seoul gibt es natürlich auch noch eine Reihe an Restaurants mit gutem Essen, die man in einen Seoul-Trip einplanen sollte :). Wer von Seoul noch weiter nach Busan reist, erfährt in unserem Blogbeitrag Seoul nach Busan, wie man am besten nach Busan kommt. Außerdem findet ihr in unsrem Korea Blog auch noch einen Beitrag über die Top 10 Sehenwürdigkeiten in Busan.

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